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Die Konsensfabrik

Die Konsensfabrik
Unterhaltsam, provokativ und anschaulich nähert sich der Dokumentarfilm ‘Die Konsensfabrik’ (1992) dem Werk und Leben des renommierten Linguisten, Intellektuellen und politischen Aktivisten Noam Chomsky. In einer Collage aus alten und neuen Interviews, Archivmaterialien und biografischen Elementen beleuchtet er Chomskys kritische Analyse der Massenmedien – vor allem in demokratischen Gesellschaften, in denen die Bevölkerung nicht durch Gewalt diszipliniert wird, sondern subtileren Formen ideologischer Kontrolle ausgesetzt ist. Das zweiteilige Mammutwerk kommt trotz seiner Länge leichtfüÃ?ig daher. Die Regisseure Mark Achbar und Peter Wintonick regen ihre Zuschauer an, die Funktionsweisen des Films selbst zu hinterfragen, so wie Chomsky seine Zuhörer auffordert und ermutigt, sich aus dem Netz von Mythen und Täuschungen zu befreien und ‘intellektuelle Selbstverteidigung’ zu üben.

Teil 1 ‘Gedankenkontrolle in einer demokratischen Gesellschaft’:

01. Gedankenkontrolle
02. Spracherwerb
03. Sprache und Kreativität
04. Pressefreiheit
05. Die Konsens-Fabrik
06. Biografisches
07. Die Funktion der US-Medien
08. Medien und Geschichtsschreibung
09. Den Unterdrückten helfen
10. Medienkriege
11. Medien und Werbung
12. Medien und Unterhaltung
13. Ost-Timor
14. Der kambodschanische Genozid
15. ‘Nicht geeignet für den Druck’
16. Unabhängigkeit und Verantwortung

Teil 2 ‘Widerspruch anregen!’:

17. Hinter den Kulissen des Films
18. Die holländische Debatte
19. Marginalisierung und Präsenz in den Medien
20. Das freieste Land der Welt
21. Die Faurisson-Affäre
22. Die Basis sozialer Revolutionen
23. Alternative Medien
24. Innenpolitische Machtgefüge
25. Ein philosophischer Superstar
26. Abspann

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12 Tage

12 Tage
’12 Tage’ ist der Titel der Dokumentation von Raymond Depardon über Zwangseinweisungen in die Psychiatrie und zeigt Depardon abermals als meisterhaften Beobachter und groÃ?en Humanisten. Zwölf Tage, das ist die Frist, innerhalb derer in Frankreich ein Psychiatriepatient nach der Zwangseinweisung eine Anhörung vor Gericht bekommen muss, rund 90.000 Menschen durchlaufen im ganzen Land jährlich diese Prozedur. Für seinen neuen Film bekam der legendäre Regisseur und Fotograf Depardon als erster Filmemacher überhaupt Zugang zu diesen Verfahren und dokumentierte zehn Fälle in einer Klinik in Lyon. Die Kamera agiert sensibel und wahrhaftig, sie konzentriert sich auf die Patientinnen und Patienten oder nimmt die richterliche Instanz in den Blick. Die Sachlichkeit der Methode ist erhellend und hilft der Empathie des Zuschauers auf die Sprünge. In seltener Klarheit sieht man den groÃ?en Schmerz, der allen psychischen Erkrankungen zugrunde liegt…

’12 Tage’ (2017) zeigt Depardon abermals als meisterhaften Beobachter und groÃ?en Humanisten des dokumentarischen Kinos. "Es ist erstaunlich, alle Patienten sagen groÃ?artige Sachen. Sie sind wie Poeten in ihrem Bemühen, sich auszudrücken und mit dem, was sie zu sagen haben, ernst genommen zu werden. Was sie sagen, sind echte Wahrheiten.", so Depardon.

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