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B12

B12
In seinem Dokumentarfilm ‘B12′ zeigt Regisseur Christian Lerch ein altes Rasthaus gleichen Namens, das wiederum nach der BundestraÃ?e 12 zwischen München und Passau benannt ist. Lerch begleitet eine Gruppe Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und dauerhaft in diesem alten Rasthaus wohnen, durch ihren Alltag. Es werden WeiÃ?würste serviert und die groÃ?en Themen des Lebens, wie zum Beispiel die Qualitätsmerkmale eines Saukopfs, besprochen. Unter ihnen ist ein bayrisches Urgestein: der 89-jährige Patriarch und Grantler Lorenz ‘Lenz’ Gantner, der liebevoll von seiner Familie umsorgt wird und sogar noch alte Freunde hat, die ihn regelmäÃ?ig besuchen. Trotzdem ist der Rentner des Lebens überdrüssig und das bekommt seine Umwelt natürlich auch zu spüren. Die lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen…

Zärtlich-herb, anarchisch, echt und voller Humor: ‘B12 – Gestorben wird im nächsten Leben’ von Christian Lerch (u.a. Regisseur von ‘Was weg ist, ist weg’ und Drehbuchautor von ‘Wer früher stirbt ist länger tot’ oder ‘Rico, Oskar und die Tieferschatten’) feierte auf dem ‘DOK.fest München’ seine Uraufführung und wurde schnell zu einem der Festival-Lieblinge. Am 19. Juli 2018 kam das eigenwillige und eigentümliche Porträt einer Raststätte an der BundesstraÃ?e 12 dann in die bayerischen Kinos und anschlieÃ?end hier auf DVD auch ins Heimkino. "Ja mei, I mechad nur noch sterben", sagt der 89-jährige Lenz zu Beginn diese groÃ?artigen Heimatfilms, dann erleben wir ihn als vitalen Patriarchen in seinem Biotop, einer Raststätte an der BundesstraÃ?e 12. Sein Sohn hat das Erbe übernommen, das Haus wird gegen den Willen von Lenz umgebaut. Als die Fenster verkehrt herum eingesetzt werden, wird klar, dass hier einiges aus dem Ruder läuft. Die Schwiegertochter kümmert sich liebevoll um Lenz und sogar alte Freunde lassen sich von dem ewig grantelnden Kerl nicht vergraulen und schauen immer wieder bei ihm vorbei. Interessiert hatte Christian Lerch dieser unscheinbare und etwas kaputte Ort an der ‘B12′ auf dem Weg nach München schon lange: eine Imbissbude neben einem baufälligen alten Gasthof, eine wilde Ansammlung von Gebäuden und Containern. Doch für die Protagonisten des Films ist dieser Ort ein Zuhause. Dort werden die groÃ?en Themen des Lebens verhandelt: Liebe, Tod, Freundschaft oder die Qualität eines Saukopfs. Keine Komödie ohne Tragödie: Aus einem Herzensthema des Drehbuchautors, Schauspielers und Regisseurs Lerch ist eine liebevolle Langzeitstudie für die groÃ?e Leinwand geworden. Produziert wurde ‘B12 – Gestorben wird im nächsten Leben’ von der Münchner ‘Südkino Filmproduktion’ (Johannes Kaltenhauser und Patrick Lange) und von ‘Lerchfilm’ in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk (Redaktion: Petra Felber, Martin Kowalczyk und Fatima Abdollahyan). Johannes Kaltenhauser ist Koautor und Kameramann des Films. Die Filmmusik stammt von DJ und Musikproduzent Sepalot. Der Film wurde gefördert vom FilmFernsehFonds Bayern ‘FFF’.

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