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Zum Geburtstag

Zum Geburtstag
Das perfekte Leben von Anna (Marie Bäumer) und Paul (Mark Waschke) ändert sich mit einem Schlag, als eines Tages Georg (Sylvester Groth) als neuer Chef in Pauls Büro steht. Man kennt sich aus Jugendtagen. Plötzlich tauchen kompromittierende Bilder auf, die Paul mit seiner Sekretärin zeigen, geschäftliche Misserfolge werden ihm angelastet. Paul wird allmählich bewusst, dass ihn eine längst vergangene Geschichte aus der gemeinsamen Vergangenheit brachial einholen könnte. Seine Lüge – damals mit einem gefälschten Liebesbrief – war nur eine Seite der Medaille. Georg, der in Teenagerzeiten mit Anna zusammen war, überließ Paul Anna bereitwillig. Er stellte jedoch die Bedingung, dass er Anna in jedem Fall zurückbekäme, wenn er sie wiederhaben wolle. Nun ist Georg da und mit ihm seine undurchschaubare Frau Yvonne (Sophie Rois). Leise dringen beide immer mehr in die Familie ein, und Georg umgarnt besonders die hübsche Tochter Emelie (Saskia Rosendahl). Auch die Ehe zwischen Anna und Paul wird von den Schatten der Vergangenheit belastet. Muss Paul Anna tatsächlich freigeben? Was haben Georg und Yvonne vor? Oder bildet sich Paul einen Hinterhalt nur ein?

Regisseur Denis Dercourt: "Meine Art, Drehbücher zu schreiben, hat viel mit Komponieren zu tun. Ich brauche einen Kontrapunkt, Auflösungen, Tempiwechsel. Am allerwichtigsten ist es mir, eine eigene Welt zu konstruieren." Großartige deutsche Schauspieler stehen sich in ‘Zum Geburtstag’, dem modernen Film noir des Regisseurs Denis Dercourt, gegenüber: Mark Waschke (‘Barbara’, ‘Fenster zum Sommer’, ‘Buddenbrooks’), Marie Bäumer (‘Mitte Ende August’, ‘Die Fälscher’, ‘Das Adlon’, ‘Im Angesicht des Verbrechens’), Sophie Rois (‘Drei’, ‘Liegen lernen’) und Sylvester Groth (‘Inglourious Basterds’, ‘Der Vorleser’, ‘Unsere Mütter, unsere Väter’) sowie Saskia Rosendahl (European-Shooting-Star 2013 aus ‘Lore’) und Johannes Zeiler (‘Faust’). Dercourt, dessen Drama ‘Das Mächen, das die Seiten umblätterte’ 2006 erfolgreich beim Festival von Cannes lief, setzt sein Ensemble in dem dichten Psychodrama packend in Szene. Die durch reduzierte Gesten spannungsreich gespielte und von einer kühl beobachtenden Kamera eingefangene Ménage-à-quatre verbindet einen Krimiplot mit der facettenreichen Beobachtung der menschlichen Seele – ein elegantes Kammerspiel voller Intrigen. Bereichert wird der Film von der faszinierenden, größtenteils von einem Streichquartett gespielten Musik des Komponisten Jerome Lemonnier. ‘X Verleih’ brachte den ersten in Deutschland gedrehten Film des französischen Regisseurs im September 2013 in die deutschen Kinos und anschließend hier ins Verleihprogramm.

Original post by Video Buster

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